Low Carb oder doch Low Fat? Hier stelle ich euch 4 Diät- und Ernährungsarten vor die „meiner Meinung nach“ am leichtesten einzuhalten und am effektivsten sind.

1. IIFYM (If it fits your macros oder einfach Kalorienzählen)

„Wenn es in deine Makronährstoffe passt“, so oder so ähnlich wird die heutige Kunst des Diätens genannt. Das heißt, sobald die Kalorien und die Marktnährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) nicht den Rahmens eures Bedarfs sprengen ist alles erlaubt. Ja ihr habt richtig gelesen ihr dürft jeden Tag Nutella-Erdnussbutter-Bananen-Toast-mit-Ben&Jerrys-dazu-Schokoladensoße-und-Streusel-mit-Schlagsahne-und-Zimt essen und könnt dabei einen Sixpack halten. Ihr rechnet euren Tagesbedarf aus und zählt jede aufgenommene Kalorie. Wiegen, Schätzen und Smartphoneapps werden dabei eure besten Freunde. Die Anfangszeit ist mehr als nur lästig, aber nach einer kurzen Eingewöhnung könnt ihr schon nicht mehr ohne. Ihr beginnt Nahrung nur noch in Zahlen zu sehen, was teilweise wie eine Krankheit klingt (und wahrscheinlich auch ist). Ich persönliche verwende diese Taktik nur am Ende meiner Diät, da ich einfach zu faul bin den ganzen Tag auf meinem Handy rumzutippen und mein Essen genießen möchte. Vor- und Nachteile sind nunmal, dass ihr euch jeden Tag mit Süßigkeiten vollstopfen, aber ihr eine „Zwangsneurose“ für das Zählen entwickelt. Probiert diverse Apps aus und findet heraus ob es was für euch ist!

2. Intermittierendes Fasten

Uns wird seit Kindesalter eingetrichtert, Frühstücken ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Intermittierendes Fasten stellt alles auf den Kopf. Bei diesem „Werkzeug“ habt ihr ein bestimmtes Zeitfenster (es gibt auch die, einen Tag in der Woche gar nichts Essen Strategie, ich beziehe mich nur auf das Zeitfensterfasten) z. B. wird 8 Stunden am Tag gegessen die restlichen 16 Stunden wird gefastet und nur Wasser getrunken. Wie und wann ihr das Zeitfenster anpeilt ist euch überlassen. Ich persönlich verzichte auf das Frühstücken und esse erst zu Mittag zwischen 15:00 – 16:00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es bei mir nur schwarzen Kaffee, Wasser und kalorienfreie Getränke (bin ein großer Coke-Zero Fan!). Was es bewirkt fragt ihr euch?

Zum einen verbessern sich eure Blutwerte um einiges (Hierzu gab es eine Studie bei der eine Gruppe Probanden während des Ramadanfastens getestet wurde) und zum anderen verringert sich euer Appetit, was ein sehr wichtiger und oft übersehener Faktor ist. Euer Magen wird kleiner und ihr könnt einfach nicht mehr soviel essen wie davor auch wenn ihr es wollen würdet. Das ist ein Mittel um euch ewig schlank zu halten. Ich muss sagen, dass die ersten zwei Wochen wirklich schwer einzuhalten sind und ihr das Gefühl haben werdet zu verhungern, doch danach seid ihr wie ein neuer Mensch, einer der nicht mehr viel essen kann. Und bevor ihr wieder aus GEWOHNHEIT frühstückt schiebt ihr das Essen zur Seite und fastet. Einziger Nachteil an der Sache ist, dass ihr nicht immer mit Freunden frühstücken oder zu Abend essen könnt (je nach Zeitfenster), was für eine schlanke Figur aber zu verkraften ist oder?

3. Kohlenhydratreduktion (kein Low Carb)

Low-Carb ist jedem bekannt. Weshalb auch immer ist es die erste Diät die jemand im Auge hat, wenn er abnehmen möchte. Dass es viele nicht einhalten können, da man so ziemlich auf jede Lieblingsmahlzeit verzichtet und wie ein Hamster den ganzen Tag Grünzeug futtert, ist wohl verständlich. Und dass der Erfinder der Atkins-Diät (eine Form von Low-Carb) zum Zeitpunkt seines Todes übergewichtig war lassen wir auch mal unerwähnt (Ups! habs doch erwähnt). Eine Diät muss nicht qualvoll und voller Verzicht sein. Hierbei geht es nur um einen Kaloriendefizit um abzunehmen und nicht um einen Kohlenhydratverzicht. Ja ihr lest richtig Kohlenhydrate machen nicht fett, sondern ein Kalorienüberschuss. Der Mythos, dass Kohlenhydrate fett machen kommt wohl daher, dass Carbs 50% unseres Bedarfs ausmachen.

Aber lassen wir das mal beiseite dieser Abschnitt soll nicht Anti-Low-Carb gewidmet sein, sondern dass es durchaus Sinn macht auf Kohlenhydrate bei einer Mahlzeit des Tages zu verzichten, einfach aus dem Grund, dass ihr 50% einer Mahlzeit streicht. Bei einer 700 Kcal Mahlzeit sind das immerhin 350 Kcal und somit genug um abzunehmen.

4. 80/20 Prinzip

Was ist wohl damit gemeint? Ich sags euch, und zwar ist es ein Schätzverfahren, bei der Ihr euch 80% eures Tagesbedarf gesund und 20% „ungesund“ ernährt. Ihr braucht dabei keine Kalorien zu zählen, denn einen kleinen Snack am Tag könnt ihr einfach schätzen (das entspricht definitiv keine ganze Geburtstagstorte). Ich bin gegen einen kompletten Verzicht von irgendwas in einer Diät, da ich der Meinung bin, dass es nur zu Heißhungerattacken führt. Und bevor ihr euch einen kompletten „Cheat Day“ an einem Tag der Woche gönnt und somit wahrscheinlich eure ganze Diätwoche wieder reingefresst, gönnt ihr euch lieber täglich etwas kleines. Das hilft auch die Motivation während der ganzen Phase oben zu halten.

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Meine Reaktion, wenn ich zu viel gegessen habe.

 

Diese 4 Tipps werden euch definitiv weiterbringen, dennoch braucht jede Diät Disziplin und Durchhaltevermögen. Am besten treibt ihr dazu noch 3-5 Mal die Woche Sport um eure Fettverbrennung zu beschleunigen und euer Wohlbefinden zu steigern.

„Ihr seid niemals stark genug!“