Sind tiefe Kniebeugen essentiell? Ja und Nein! Es hängt immer vom Ziel des Trainierenden ab. Ich möchte in diesem Beitrag nicht allzu sehr auf Biomechanik oder Anatomie, vielmehr auf die verschiedenen Ziele eingehen. Ich persönlich bin ein Fan der tiefen Kniebeuge. Sie beansprucht nicht nur mehr Muskeln, sondern ist auch anstrengender. Nur ist die Frage, ob ein Bodybuilder der lediglich seinen Quadrizeps (Vordere Oberschenkelmuskulatur) trainieren möchte es überhaupt benötigt?

Die Antwort ist klar nein. Wäre die tiefe Kniebeuge besser? Ja! Ist sie in dem Fall notwendig? Nein! Hier habt ihr ein Beispiel von beiden Ausführungen:

Die tiefe Kniebeuge

Die tiefe Kniebeuge

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Die halbe Kniebeuge

Wie ihr seht gibt es keinen großen Unterschied, doch diese paar Zentimeter machen einen. Denn in der unteren Hälfte der Kniebeuge werden ein guter Anteil des Gluteus (Geßäsmuskels) (Hier ein Beitrag darüber wie ihr euren Gesäß besser trainiert: Übungen für´n Arsch ), ABduktoren (Außenschenkelmuskulatur), ADduktoren (Innenschenkelmuskulatur), Abdomen (Bauchmuskeln) und unterer Rücken trainiert. Das sind doch mehr als genug Gründe tiefer zu gehen oder? 😉

Würden meine Freunde fragen wie tief, würde ich mit „BALLZDEEP“ antworten aber ich mache es mal Slanglos verständlich. Geht so weit runter als ob ihr auf euren Waden sitzen würdet. Das obere Bild ist ein sehr gutes Beispiel hierfür. Natürlich hängt es auch von der Flexibilität eines Trainierenden ab, aber ich gehe hierbei von einer erfahrenen Person aus.

Für Bodybuilder die den Fokus auf Ästhetik legen gilt es soviel Muskeln wie möglich aufzubauen. Auch da ist der tiefe Squat empfehlenswerter, da sie mehr Muskeln beansprucht. Nur kann es vorkommen, dass alle anderen Muskeln ausgeprägter als der Quadrizeps sind und NUR DANN empfiehlt sich die halbe Kniebeuge.

Im Grunde gilt, dass die tiefe Kniebeuge zu bevorzugen ist aber Verletzungen, Dysbalancen und/oder mangelnde Mobilität sind durchaus ein Grund nur halbe Squats zu trainieren. Nimmt euch eure Zeit, bessert eure Technik, lasst euch nicht demotivieren und denkt daran:

„Ihr seid niemals stark genug!“